Dr. Petra Dahlhausen
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Der Darm und seine wichtigen Aufgaben


Der Darm hat viele Aufgaben. Die Darmschleimhaut ist die größte Kontaktfläche des Körpers zur Umwelt. Sie hat „ausgebreitet“, je nach Körpergröße, eine Oberfläche von ca. 400- 500 Quadratmetern. Beim erwachsenen Menschen ist der Darm ca. 8 m lang. Im Darm leben kleinste Mikroorganismen in Gemeinschaft (überwiegend Bakterien), genannt "Darmflora" oder neuerdings "Darmmikrobiotika".

Auf der Basis von aktuellen genetischen Analysen leben dort ca. 40.000 verschiedene  Bakterien-Arten mit einer Gesamtanzahl von mehr als 100 Trillionen Mikroorganismen. Ihr Gewicht beträgt ca. 2 kg. Sie besitzen ca. die 360-fache Menge an Genen wie unsere menschliche DNA, so dass gut vorstellbar ist, dass Stoffwechselprozesse wesentlich von den Mikroorganismen gesteuert werden.

Die normale, gesunde Darmflora bildet einen Schutzfilm gegen das Eindringen krankmachender Keime und schützt damit vor einer Infektion. Sie stimuliert und trainiert das zum Darm gehörende Immunsystem, das ca. 80% des körpereigenen Abwehrsystems ausmacht. Sie unterstützt die normale Verdauungsleistung und die lebensnotwenige Aufnahme von Nähr- und Baustoffen aus der Nahrung. Sie verhindert die Aufnahme von allergieauslösenden Stoffen.

Verändert sich die normale (physiologische) Stoffwechsellage im Darm durch beispielsweise Infektionen, Magen-Darm-Erkrankungen, Stress, Nahrungs-mitteleinflüsse, Medikamente,  Hormonzufuhr, Toxinbelastungen, Alkohol oder Nikotin, ändert sich die Gemeinschaft der Mikroorganismen (Mikrobiom). In dem veränderten Milieu wird die gesunde Darmflora zurückgedrängt und kann damit ihre normalen Aufgaben nicht mehr erfüllen. Diesen Zustand nennt man Dysbiose oder Darmfehlbesiedlung. 

Zunächst kommt es zu Entzündungen der Darmschleimhaut, dann zu einer erhöhten Permeabilität (Durchlässigkeit), so dass Stoffe in die Blutbahn gelangen, die dort nicht hingehören. Das Abwehrsystem des Körpers reagiert und es beginnt ein Teufelskreis.

Eine Darmdysbiose kann Mitauslöser von anderen Erkrankungen sein oder diese negativ beeinflussen. Dies gilt besonders für Allergien, Hauterkran-kungen (besonders Neurodermitis), Migräne und Störungen des Immun-systems (z.B. Infektanfälligkeit, Entzündungen, Autoimmunerkrankungen). Vergrößerte Mandeln oder Polypen bei Kindern können ebenso wie wieder-kehrende Mittelohrentzündungen Ausdruck einer gestörten Abwehrleistung des Darmes sein. Nach neuen Forschungsergebnissen gibt es auch Inter-aktionen des Mikrobioms mit dem Nervensystem.

Im Rahmen einer Behandlung ist es wichtig, eine Störung der Darmflora zu erkennen, nach deren Ursachen zu forschen und ein geeignetes Milieu herzustellen. So kann im Idealfall wieder Symptomfreiheit oder Gesundheit auf dem Boden von natürlichen, körpereigenen Regulationsmechanismen erreicht werden.


© P. Dahlhausen 2014
















 

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